Amtliche Meldung

Stadtgeschehen Teil III – Viel los im Städtchen!

Liebe Nastätterinnen, liebe Nastätter,

trotz Lockdown auf dem Laufenden bleiben. Dies ist der Tenor dieser Serie. Trotz hartem Lockdown konnten wir vor der neuen Verordnung unter strengen Vorgaben noch eine letzte Stadtratssitzung 2020 abhalten. Dazu konnten wir das kommunikative und gute Miteinander im Stadtrat nutzen. Ich habe die vorberatenden Ausschusssitzungen ausfallen lassen. Diese Vorberatungen sind aber wichtig und daher haben wir die anstehenden Tagesordnungspunkte des Rates in einer Videokonferenz mit Haupt- und Bauausschuss vorbesprochen. Dazu kam eine erweiterte Sitzung mit den Beigeordneten und Fraktionsvorsitzenden. Dies alles, um in der Stadtratssitzung die TOPs so zügig wie möglich abzuarbeiten. Punkte mit größerem Diskussionsbedarf wurden nicht behandelt und verschoben. Ich denke, so wurden wir unserer Verantwortung in zweierlei Hinsicht gerecht. Wichtige Dinge entscheiden und Vorsicht walten lassen.

Oktobermarkt 2021

Die Vergabe der Kerb wurde beschlossen. Wir setzen das Konzept aus 2020 um. Es ist zwar aktuell schwer vorstellbar, aber mitten in der Pandemie muss auch an später gedacht werden. Ich bin optimistisch, dass wir im Oktober unsere „Kerb“ feiern können.

Spielplätze

Wir haben die Grundsanierung unserer Spielplätze vergeben. Damit dürften zur „neuen Saison“ die Spielplätze Am Holler/In der Förth, Johannesgraben und Gartenfeld eine deutliche Attraktivitätssteigerung erhalten. Und es wird das erste barrierefreie Spielgerät geben. Wie wichtig Spielplätze sind, haben wir im letzten 3/4 Jahr gemerkt! Und wir waren gut aufgestellt – jetzt wird es noch besser! An dieser Stelle nochmal der Dank ans Land, das uns mit Fördergeldern dabei unterstützt.

Heimatmuseum

Das Museum wird energetisch und in Bezug auf Barrierefreiheit verbessert. Die marode Fassade wie auch der Zugang über die Mueumskneipe wird mit Hilfe von Leader-Fördermitteln bis Ende April erneuert bzw. verbessert. Dabei inverstiert die Stadt anteilig rund 17.000 Euro in die Kultur. Bleibt zu hoffen, dass wir das Museum bald wieder wie gewohnt nutzen können.

Bauleitplanung

Für die Erweiterung Weiberdell samt Kindergarten wurde ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben. Hierbei spielt die Verkehrsanbindung und -führung für die Stadt eine wichtige Rolle. Hier soll geprüft werden, wie wir am besten mit allen Gegebenheiten umgehen können. Dabei schwebt mir insbesondere eine weitere Zufahrt auf die K77 vor. Für den Kindergarten konnten die Leistungsphasen der Grundlagenermittlung an ein Architekturbüro vergeben werden und für den Römerplatz wird die angedachte Idee nochmal konkreter konzipiert. Hier konnte ich die angedachten Bürgerworkshops pandemiebedingt nicht durchführen. Wir werden sehen, wie und wann wir dahingehend weitere Schritte unternehmen können. Wahrscheinlich wird es eine digitale Veranstaltung werden (müssen). Im Hasenläufer II konnte bereits für acht Bauanträge das Einvernehmen hergestellt werden. Dies war wichtig, weil die Bauherr*innen damit in die Lage versetzt werden, das Baukindergeld in Anspruch zu nehmen, welches eine nicht unerhebliche Summe fürs Eigenheim ausmachen kann. Da das Mischwerk für Asphalt geschlossen hatte, wurde die Baustraße im Hasenläufer II nicht ganz fertig. Das Mischwerk öffnet 2021 (je nach Wetterlage) aber aufgrund der Baustelle „Umgehungsstraße“ bereits Anfang Februar, so dass dann mit einer Fertigstellung gerechnet werden kann.

Verkehrssituation

Am 17.12.2020 war die Submission für die Baumaßnahme im Sauerbornsweg. Die Kosten für alles (Straße, Kanal/Wasser und ÖPNV) belaufen sich auf ca. 2 Mio. €. Die Anwohner wurden schriftlich und auf der Homepage der Stadt informiert, da aufgrund der Pandemiesituation keine Anwohnerversammlung stattfinden kann. Die Baumaßnahme wird rund zwei Jahre in Anspruch nehmen. Hierauf müssen sich alle einstellen – sei es Anwohner*innen oder eben Verkehrsteilnehmer*innen.

Ich habe eine schriftliche Abfrage an die Anwohner in der Oberstraße gestartet. Die Rückmeldungen zu den getroffenen Maßnahmen sind überwiegend, dass sich insbesondere die Wasserfässer nicht bewährt haben. Ich stehe immer im engen Kontakt mit dem Ordnungsamt: Der letzte kurzfristig mögliche Schritt ist die Anordnung von Tempo 30; dies wurde Ende 2020 umgesetzt. Eine Rechts-vor-Links Regelung ist auch aufgrund von ÖPNV nicht überall bzw ohne Weiteres möglich. Es gibt eine Entwurfsplanung, um den Gehweg zu verbeitern. Dies verursacht hohe Kosten, im Ergebnis wird man einen Engpass vorfinden, der zu gleichen Effekten führt, wie die Wasserfässer. Es gilt also abzuwägen und auch gegenüber den Anwohnern nochmal die Vor- und Nachteile darzulegen.

Es sind keine weiteren kurzfristigen Maßnahmen möglich. Ich möchte, sobald möglich, eine Ortsbegehung mit dem Bau- und Stadtplanungsausschuss veranstalten. Aktuell ist die Situation natürlich sehr ungünstig, weil durch die Baustellen rund um Nastätten der Verkehr so stark ist wie vor der Zeit der Umgehung. Ich kann nur versprechen, dass wir an der Sache dran bleiben. Aber es ist nicht einfach, auch wenn man den Eindruck hat, dass die Lösung klar und einfach auf der Hand läge. Dann wäre sie umgesetzt. Klar ist eines: Man wird sich entscheiden müssen zwischen Entschleunigung, was mit Verkehrshindernissen einher geht oder fließendem Verkehr, der trotz Tempolimit mit einer gewissen Geschwindigkeit verbunden sein wird. Dass der Verkehr weniger wird, wird wenn überhaupt nur durch Maßnahmen gegen die Attraktivität der Durchfahrt verbunden sein und diese wirken – wenn überhaupt – erst nach längerer Zeit. Anhand von Buch erkennt man, dass nicht weniger Autos den Ort passieren. Nur anders.

Stadtentwicklung

Mehr als erfreulich kann man die Gesamtentwicklung der Stadt ansehen! Trotz Pandemie zeigt sich die Stadt von ihrer besten Seite! Unbestechlich sind die Einwohnerzahlen. Diese entwickeln sich positiv. Mit aktuell 4.389 Einwohnern sind dies rund 2% mehr als 2018 und im Zuge des demografischen Wandels ein deutliches Zeichen pro Nastätten. Wichtig dabei, dass 4.305 Einwohner auch die Hauptwohnung hier haben und nur 85 in einer Nebenwohnung. Bezahlbarer Wohnraum und eine bewusste Entscheidung für die Taunusmetropole! Dabei sticht ins Auge, dass rund 53 Prozent unter 50 Jahren alt und gar 68% unter 60 Jahren sind. Eine weitere Messgröße sind für mich die Gewerbeanmeldungen. Hier konnten 39 neue Gewerbe verzeichnet werden in 2020! Dabei kam es im Gegenzug nur zu einer handvoll Abmeldungen (ohne Berücksichtigung von Kleinstgewerben, die z.B. Onlinehandel aus der Wohnung heraus angeboten haben). Attraktivität in Zahlen ausgedrückt, wie ich finde! Wo Gewerbe hingeht, ist auch was los!

Und genau aus den vorherigen Entwicklungen, die angestoßen und umgesetzt wurden wie auch den positiven Zahlen, bin ich mir sehr sicher, dass wir gut und ggf sogar gestärkt aus der Pandemie kommen. Unterstützen Sie weiterhin den lokalen Handel – nur so sind all die Dinge und Entwicklungen nachhaltig möglich.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Stadtbürgermeister

Marco Ludwig

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