Amtliche Meldung

LK BKS-WIL: Landkreis arbeitet an innovativen Integrationsstrategien

Im Programm „Land.Zuhause.Zukunft“ der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit der Universität Hildesheim werden zehn ländliche Kommunen bei der Entwicklung innovativer Strategien für die langfristige Bindung und Integration von Migranten unterstützt. Bis Herbst 2021 entstehen individuelle Konzepte für erfolgreiche Integrationsarbeit und deren Umsetzung. Zudem werden die Kommunen Teil eines Netzwerks, dem auch die Landkreise aus der Pilotphase des Programms angehören. So profitieren sie von einem regelmäßigen Austausch über Erfahrungen und Ideen anderer. Das Programmbüro von „Land.Zuhause.Zukunft“ ist an der Universität Hildesheim angesiedelt und ermöglicht eine direkte Anbindung an die aktuelle Migrations- und Integrationsforschung. Die aus dem Programm gewonnenen Erkenntnisse werden darüber hinaus zu Empfehlungen für erfolgreiche Integrationsstrategien in ländlichen Räumen aufbereitet.

Landrat Gregor Eibes freut sich, dass auch der Landkreis Bernkastel-Wittlich ausgewählt wurde. Integration ist für ihn eine wichtige Aufgabe der Gegenwart und der Zukunft: „Ich bin überzeugt davon, dass eine langfristige Integration nur mit einer aktiven Beteiligung der Neuzugewanderten am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben sowie durch eine Integration in den Arbeitsmarkt gelingen kann.“ Deshalb soll in Zusammenarbeit mit der Robert Bosch Stiftung ein Konzept erarbeitet werden, das Neuzugewanderte durch den (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt bei der Integration unterstützt.

Angesichts des Fachkräftemangels besteht auch eine große Bereitschaft vieler Unternehmen und Arbeitgeber sich zunehmend in die Ausbildung und Einarbeitung qualifizierter Fachkräfte einzubringen. Mit der Unterstützung durch die Teilnahme an dem Programm der Robert Bosch Stiftung soll das Augenmerk zunächst auf den touristischen Bereich sowie das Hotel- und Gastgewerbe gerichtet werden. In einem zweiten Schritt ist geplant, die entwickelten Konzepte auf andere Felder wie zum Beispiel Handwerk und Pflegeberufe zu übertragen. So kann mit der Programmteilnahme ein wichtiger Beitrag zu einer positiven Entwicklung des gesamten Landkreises in ganz unterschiedlichen Bereichen geleistet werden.

Neben Bernkastel-Wittlich wurden die folgenden Landkreise für eine Beratung ausgewählt: Börde (Sachsen-Anhalt), Burgenlandkreis (Sachsen-Anhalt), Dahme Spreewald (Brandenburg), Enzkreis (Baden-Württemberg), Karlsruhe (Baden-Württemberg), Schwalm-Eder-Kreis (Hessen), Oldenburg (Niedersachsen), Uckermark (Brandenburg) und Weilheim-Schongau (Bayern). Im Jahr 2017 hat die Robert Bosch Stiftung auf Grundlage einer Bedarfsanalyse zur Integration von Flüchtlingen in ländlichen Räumen das Förderprogramm „Land.Zuhause.Zukunft“ entwickelt. In der Pilotphase bis Mitte 2019 hat die Robert Bosch Stiftung die Landkreise Coburg (Bayern), Goslar (Niedersachsen), Harz (Sachsen-Anhalt), Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern), Prignitz (Brandenburg) und den Vogtlandkreis (Sachsen) gefördert und sie durch Berater im Bereich der Integrationsarbeit begleiten lassen. Dabei haben sich die Kommunen vernetzt, Handlungsempfehlungen beispielsweise zu Fragen wie Sprachkursangeboten oder dem Zugang zum Vereinsleben für Politik und Praxis anderer Landkreise erarbeitet und Projekte vor Ort umgesetzt.

Weitere Informationen zum Programm finden Interessierte unter www.land-zuhause-zukunft.de oder direkt bei der Integrationsbeauftragten der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, Ute Erz, Tel.: 06571 14-2390, E-Mail: ute.erz@bernkastel-wittlich.de.

Der Beitrag steht unter Einhaltung der Bildrechte von Dritten zur freien Verfügung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.