Amtliche Meldung

„In Möglichkeiten denken, nicht in Grenzen!“

So hat meine geschätzte Bürgermeisterkollegin Tanja Steeg die Ankündigung unserer „Kerb“ mit der 2G-plus-Regel auf Facebook kommentiert. Und es trifft unser Ansinnen genau auf den Kopf. Es war klar, dass es keine Kerb wie bisher geben wird, denn die Coronaverordnung wird weiterhin gelten. Ebenso wollen einige Standbetreiber in diesem Jahr keine Veranstaltung mehr besuchen und fokussieren sich auf 2022. Weiterhin galt es dem Aspekt gerecht zu werden, dass einige Jugendliche selbst beim vorhandenen Willen einer Impfung bis zur Kerb keine Immunisierung erlangen können. Selbes gilt für u.a. Schwangere. Eine Kerb, die diesen Personenkreisen völlig verwehrt bleiben würde, kam für mich nicht in Frage. Also mussten die zwei Attribute greifen, die so oft von Nöten sind: Kreativität und Kompromisse.

Im Ergebnis steht ein Konzept, welches sich uneingeschränkt in die Coronaverordnung einfügt, jedoch dem Erlebnis Kerb kaum zu wider steht. Ja, es ist natürlich anders und wenn sich etwas verändert, ist der Mensch an sich zunächst kritisch und eher zurückhaltend. Bei näherer Betrachtung zeigt sich aber, dass die Einschränkungen gar nicht so groß sind und die Rahmenbedingungen nicht wirklich anders sind als beim Besuch des Festzeltes, wo eben auch der Eintritt kontrolliert wird und man ggf. etwas ansteht.

Ein erfolgreicher Test war das „1. Nastätter Sommerfest“, was unter strengeren Auflagen stattfand, aber der Stimmung keinen Abbruch tat.

Es wird also so sein, dass wir glücklicherweise mit den in der Stadt vorhandenen Plätzen eine Kerb präsentieren können, die alle Grundelemente aufweist, die die Nastätter Kerb ausmacht. Kanonenböller, Feuerwerk, Kirmesplatz, geöffnete Kneipen, Essens- und Getränkestände, Musik, Spaß für die ganze Familie und einen Krammarkt.

Um den Nicht-Immunisierten gerecht zu werden, wird der Kirmesplatz mit der größtmöglichen Anzahl für alle ohne Probleme nutzbar sein. Die coronabedingte Personengrenze wird wahrscheinlich nie zeitgleich erreicht – derart viele Personen waren bei der „normalen“ Kerb auch nie gleichzeitig auf dem Platz. So konnten wir zwei Dinge lösen: Kinder & Jugendliche können das Marktgeschehen ebenso erleben wie alle anderen auch und die Standbeschicker haben eine normale Frequenz, um wirtschaftlich z.B. ihre Fahrgeschäfte zu betreiben.

Richtig „abfeiern“ und dabei Abstand und Maske – das ist insbesondere bei einer Kerb schwer vorstellbar. Daher gibt die neue Coronaverordnung auch eine gute Möglichkeit, das Abstands- und Maskengebot aufzuheben, wenn die Zahl der nicht-immunisierten Personen je nach Warnstufe eingeschränkt wird. Dies haben wir für den Zentralplatz so entschieden. Und da sind wir dann beim Thema „Kompromisse“. Es gibt nunmal deutschlandweit nach der aktuellen Gesetzgebung größere Einschränkungen für Nicht-Immunisierte als für Geimpfte/Genesene. Andernfalls gibt es für Geimpfte/Genesene kaum noch Einschränkungen. Und genau das setzen wir um, ohne von der Möglichkeit einer reinen „2G-Kerb“ Gebrauch zu machen. Wie gesagt, ausschließen wollen wir grundsätzlich keinen.

Ich freue mich sehr auf die Kerb und ich denke, der ein oder andere Aspekt des Konzepts könnte auch für die Zukunft Bestand haben. Es wird ein bunter Mix mit allem, was eine Kerb braucht und außer, dass sich das Markttreiben auf verschiedene Plätze fokussiert, wird es sicherlich eine ausgelassene Kerb werden.

Ebenso bin ich froh, dass wir dem Gewerbe und Einzelhandel die Möglichkeit eines verkaufsoffenen Sonntag bieten können, den diese in der Pandemie so sehnlich vermisst haben. Dies rundet die Überschrift meines Grußwortes ab.

Ich bin mir sicher, dass Spaß und Vergnügen wie auch sonst Einzug erhalten und nun hoffen wir, dass auch der Wettergott mitspielt. Dann wäre es perfekt. Ich habe bei Andre Stötzer und Georg Peiter ein gutes Wort eingelegt, dass sie sich darum kümmern.

In diesem Sinne freue ich mich, Sie alle herzlich in Nastätten begrüßen zu können. Genießen Sie die Markttage!

Alle Infos unter www.nastaetten.de/oktobermarkt

Ihr Stadtbürgermeister

Marco Ludwig

 

 

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