[Amtlicher Beitrag] Jahreshauptversammlung des Angelsportvereins Stadtkyll

Am gestrigen Abend fand die Jahreshauptversammlung des Angelsportvereins Stadtkyll statt. Nach einer kurzen internen Besprechung folgte auch ich der Einladung, um mir ein Bild von der aktuellen Situation des Vereins zu machen und den Austausch zu fördern.

Der Angelsportverein steht weiterhin vor großen Herausforderungen infolge der Hochwasserkatastrophe. Insbesondere die Bedingungen am Stausee haben sich seitdem deutlich verschlechtert. Sowohl die Vereinsmitglieder als auch auswärtige Gastangler bleiben zunehmend aus. Dies spiegelt sich auch in einem erheblichen Rückgang beim Verkauf der Angelscheine wider.

Der Zustand des Stausees ist optisch für alle sichtbar nicht zufriedenstellend. Trotz allem ist die Wasserqualität weiterhin gut und bietet Fischen sowie anderen Lebewesen einen geeigneten Lebensraum. Problematisch ist jedoch die große Menge an Sediment sowie die aktuellen Hochwasserschutzmaßnahmen wie Winter- und Sommerstau. Diese führen dazu, dass Wasserstand und Tiefe des Beckens nicht ausreichen, um das Angeln attraktiv zu gestalten.

Vor diesem Hintergrund hat sich eine enge und gute Zusammenarbeit mit dem Angelsportverein in Jünkerath/Glaadt entwickelt, um den Vereinsmitgliedern weiterhin Möglichkeiten zur Ausübung ihres Hobbys zu bieten.

Es bleibt jedoch eine große Herausforderung, die Vereinstätigkeit in Stadtkyll aufrechtzuerhalten, wenn vor Ort kaum noch geangelt werden kann. Umso größer ist der Dank an alle Mitglieder, die sich weiterhin engagieren und die Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation nicht verlieren.

Der Stausee war in der Vergangenheit ein beliebtes Ziel für zahlreiche Angler aus der Region und darüber hinaus. Umso erfreulicher ist es, dass die Entfernung der Sedimente aus dem Stausee aktuell in Vorbereitung ist. Nach der Sedimententfernung stehen langfristig weitere Maßnahmen zur Hochwasserschutzvorsorge sowie zum Natur- und Tierschutz an. Auch künftig bleibt dies eine Herausforderung, da die Anforderungen des Hochwasserschutzes, der tendenziell niedrigere Wasserstände vorsieht, und die Interessen des Tourismus und des Angelsportvereins, die möglichst hohe Wasserstände benötigen, in Einklang gebracht werden müssen.

[shariff]